vererbte Bücherliebe

Eigentlich haben wir Weihnachten ja gerade hinter uns, aber da das in “Der kleine Igel und die Schneemäuse” von Christina Butler und Tina Macnaughton (Brunnen Verleg) nur am Rande thematisiert wird und es vielmehr um den fehlenden Schnee geht, ist es gerade jetzt doch wunderbar passend. Während um uns herum Deutschland nämlich vielerorts im Schnee versinkt, haben wir nur eine leichte Pulverschicht und rodeln oder Schneemann bauen ist leider nicht möglich. In der Geschichte steht Weihnachten vor der Tür und passend zum Fest beginnt es zu schneien …

 

Als die Mäusekinder am nächsten Morgen allerdings eine Schneemaus bauen wollen, ist der Schnee schon wieder weg. (Kommt mir sehr bekannt vor). Um den Mäusekindern ihren Wunsch doch noch zu erfüllen, machen sich die Tiere auf den Weg zum Hügel, wo sie Schnee zu finden hoffen. Tatsächlich ist dem so und Dachs, Mäuse, Igel und Fuchs packen die rote Mütze des Igels (diese ist übrigens aus Samt im Buch eingesetzt und regt auf allen Seiten zum Fühlen ein) voll mit Schnee und machen sich auf den Heimweg.


Unterwegs helfen sie noch Opa Eichhorn beim Schmücken des Weihnachtsbaumes, der für die richtige Stimmung natürlich einen Schneeüberzug erhält. Dann machen sie mit einer Portion Schnee die Biberkinder glücklich, die sich auf eine Schneeballschlacht gefreut hatten und schlussendlich wird eine Ladung Schnee benötigt, um den Fuß des Fuchses, der auf dem Heimweg stolpert, zu kühlen. 

Man ahnt es schon – als sie endlich daheim ankommen, ist die Mütze des Igels leer. Die letzte Schneeflocke schmilzt vor ihren Augen und die Mäusekinder müssen erneut auf die Schneemäuse verzichten. Dann erinnert der Igel aber daran, wie viele andere Tiere sie mit dem Schnee glücklich gemacht haben und verspricht auch ohne Schnee ein wunderbares Weihnachtsfest. Daheim angekommen bastelt er mit Feuereifer die ganze Nacht und als am nächsten Tag alle wieder beim Igel eintreffen, glänzt und funkelt die Höhle weihnachtlich. Und dann, dann fängt es auch noch an zu schneien ….



Ein wunderschönes Buch mit vielen leisen Tönen und wichtigen Botschaften. Schön finde ich, dass hier zum Beispiel Geschenke gar nicht vorkommen. Das Beisammensein, die Dekoration und der Schnee sind das, was das Fest bei den Mäusekindern ausmacht, nichts Materielles. Helfen, andere glücklich machen und dadurch selbst ein Stückchen glücklicher werden – manchmal kann es so einfach sein. 

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