vererbte Bücherliebe

Von Daniela Kulot hatten wir schon bei “Reim dich nett ins Bett” großen Spaß an den Nonsens-Texten. Nachdem es jetzt Nachschub beim Gerstenbergverlag gibt und zwar “Locken, Pony, Pferdeschwanz und jede Menge Firlefanz” musste ich das natürlich auch sofort haben. Dass es dabei um weit mehr als um “nur” Frisuren geht, ist schnell klar.

 

Diversität ist hier das Motto. Ob bei Klaus-Linus mit Pferdeschwanz, Mareike mit grün gefärbtem Kamm oder auch Leander mit Blüte im Haar – hier darf jeder so sein und wie er möchte. Ob Gemüse auf dem Kopf oder die Suppenschüssel – völlig egal, Hauptsache das, was drunter steckt, hat Köpfchen. So die Botschaft der teils schrill schrulligen Reime. Während ich als Erwachsener da teils die Augen verdrehe, weil ich es etwas too much finde, findet Madame es einfach nur klasse und hat ihren Spaß mit all dem, was da so auf den Köpfen los ist.

 

 

Einziges Manko: Die Texte sind hier deutlich kürzer als bei unserem ersten Kulot-Buch und das Reimprinzip ist nicht so, dass man es wie beim anderen Buch optisch aufgreifen kann. Bei unserem Bettbuch gibt es nämlich an jeder Seite ein Spalte, in der das Reimpaar noch einmal abgebildet ist (Maus-Lauf, Herd-Pferd). Deswegen sind wir diesmal leider auch deutlich schneller durch. Trotzdem ein wunderbares Buch, das sicherlich auch beim ein oder anderen Elternpart die kritische Selbsthinterfragung aufkommen lässt: “Wie tolerant bin ich eigentlich…?”

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