Von einer ganz besonderen Freundschaft und davon, wie sich Gegensätze wunderbar ergänzen können, erzählt “Ein Geschenk für Emma” von Jonathan Emmett und Polly Noakes. (Gerstenberg Verlag). Bär Emil entdeckt die Wunder unten auf der Erde, Emma teilt mit ihm ihre Entdeckungen, die sie auf ihren Flügen entdeckt. So inspiriert der eine den anderen und man erlebt Momente, die man ohne den anderen so nicht gehabt hätte. Doch dann scheitert Emil an seinen Bemühungen, Emma ein besonders großartiges Geschenk zu machen und die Freundschaft droht zu scheitern …

Emma “schenkt” Emil einen Sonnenuntergang und er möchte sich bei ihr dafür revanchieren, doch er findet einfach nicht die perfekten magischen Augenblick. Im Bestreben, dieses unbedingt doch noch zu finden, vernachlässigt er seine Freundin komplett und sie wendet sich von ihm ab. Beim Versuch sie zum Mitkommen zu überreden, verletzt er sie beinahe und die Situation entgleitet ihm. 
Traurig geht er davon und ihre Wege trennen sich erst einmal. 

Oh, wie leidet man mit Paul, der sich so bemüht hat – eigentlich gar nichts falsch gemacht hat und doch so kläglich scheitert. Emma kann man hier aber auch so gar keinen Vorwurf machen, weil auch ihre Sicht absolut nachvollziehbar ist. Was ein Dilemma. Und wie gut, dass es dann doch noch ein glückliches Ende gibt. 

Meine Tochter mag die beiden Freunde sehr gerne und auch, wenn das Buch erst ab drei Jahren empfohlen ist, hört sie mit ihren 27 Monaten schon eifrig zu und versteht auch, dass irgendwie beide traurig sind. Dass man manchmal einfach erklären muss, was man macht und warum, um Missverständnisse zu vermeiden, das erkläre ich ihr dann irgendwann mal. Bis dahin bleiben wir bei der Botschaft, dass Freunde sich manchmal auch nicht so gut verstehen und einander böse sind bevor sie wieder miteinander tolle Abenteuer erleben. 

Wunderschön gezeichnet und liebevoll erzählt – ich bin ein großer Fan der beiden ungleichen Freunde. 

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