Titelbild mit Elefanten und kleinem ZebraDas mit dem Einschlafen ist ja auch bei uns so eine Sache. Mal klappt es besser, mal weniger – Eltern kennen das. Was wir leider tatsächlich momentan nicht haben, ist das abendliche Vorlesen. Da gibt es lieber das Sandmännchen oder ein Äquivalent. Dementsprechend gibt es auch die Nachtbücher momentan eher mittags 😀 so auch “Wie sagst du Gute Nacht?: In Gottes Geborgenheit einschlafen” von Catalina Echeverri (Gütersloher Verlagshaus). Gemeinsam mit Zoey Zebra machen wir uns dabei auf den Weg zu den anderen Tieren, um herauszufinden, wie diese sich “Gute Nacht” sagen. 

Erst schaut Zoey bei den Löwen vorbei, welche ganz sacht “Gute Nacht” schnurren, dann bei den Warzenschweinen, die es grunzen den Elefanten, die es tröten den Straußen, die es gurren und so weiter. Liebevolle Zeichnungen , die nicht überladen sind, aber in wunderschönen Farben leuchten, laden zum entspannten Betrachten ein – perfekt, um am Abend runterzufahren.

Zoeys Text ist nicht gereimt, die “Rituale” der anderen Tiere sind in Reimen verfasst. Während Zoey entdeckt, dass alle Tiere ihr ganz eigene Art haben, sich vom Tag zu verabschieden, erkennt sie in dieser Andersartigkeit wiederum auch das Gemeinsame.

Im Zentrum steht dabei aber nicht wirklich ein Ritual, sondern mehr die Art und Weise, wie man Gott am Abend begegnet. Verpackt in das normale Gebären der einzelnen Tiere (kämpfen im Dreck suhlen, Wasser spritzen, aneinanderkuscheln) gibt es immer auch den Dank an Gott für den schönen Tag und , dass er einen umsorgt und aufpasst. 

Bei uns geht dieser Aspekt momentan noch komplett unter, weil Madame mit drei dann vielleicht doch noch ein bisschen zu klein ist, das Buch in seinen ganzen Ebenen zu erfassen. Außerdem ist es in Summe doch relativ viel Text bis Zoey wieder daheim ankommt. Trotzdem hört meine Tochter aufmerksam zu und spricht fleißig “Gute Nacht” mit. 

Ein wunderschönes und sehr liebevolles Buch, das die christliche Botschaft dezent aber sehr einprägsam transportiert.