Wer ein Kind hat, der ist sicher schon so manches mal in der Situation gewesen, dass er sich dabei ertappt hat, in ähnlichen Situationen immer wieder die Kontrolle über sich zu verlieren ohne zu wissen, was genau ihn dabei so aus der Bahn wirft beziehungsweise triggert. Auch Bastian Willenborg, der Autor von “Kind, du machst mich wahnsinnig!: Wie uns in der Erziehung unsere eigenen Muster in die Quere kommen – Trigger-Situationen erkennen, verstehen und auflösen” kennt diese Problematik als Experte im Bereich Psychotherapie und Psychoanalyse nur zu gut.

Anschaulich und  mit vielen Beispielen aus seinem Praxisalltag erklärt er uns, warum wir in unserem Verhalten und in unserer Erziehung manchmal immer wieder nach dem gleichen Schema reagieren, obwohl wir selbst wissen, dass es falsch ist.
Anhand der Grundbedürfnisse “Bindung”, “Autonomie”, “Grenzen”, “Freiheit” und “Spontanität und Spiel” dröselt er auf warum wir manchmal nicht der “gesunde Erwachsene” sind, der wir sein wollen, sondern das “unversorgte Kind” in uns zum Vorschein kommt.
Wir erfahren, was es mit der “unerbittlichen Stimme” auf sich hat und, wie wir diese ausschalten können und wir lernen, was das “rettende Korsett” ist und, warum es nicht immer nur hilfreich ist. 

Anhand zahlreicher Anwendungsübungen können wir selbst in uns hineinhorchen und aufdecken, was unsere eigenen (kindllichen) Bedürfnisse sind. Indem wir diese meist länger zurückliegenden Entbehrungen aktiv aufarbeiten, schaffen wir es schlussendlich, uns von den Triggern zu befreien und unseren Kindern die notwendige und unvoreingenommene Unterstützung zukommen zu lassen, die sie brauchen. 

Vom Stil her sehr an Jesper Juul erinnernd, gut nachvollziehbar und umsetzbar. 

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