vererbte Bücherliebe

Das gesamte Buch über schmunzeln musste ich bei “Nur ein kleines bisschen” von Olivier Tallec (Gerstenberg Verlag), in dem ein kleines ziemlich verfressenes Eichhörnchen uns maßvollen Genuss predigt.

Unser Protagonist, das Eichhörnchen, lebt eine sehr innige Symbiose mit seinem Baum. Es sorgt gut für den Baum und der Baum versorgt es. Zumindest in der Theorie, denn unser Eichhörnchen kann leider manchmal so gar nicht an sich halten und so wird aus einem “Aber Vorsicht, man darf nicht alle Zapfen auf einmal futtern! Man darf sich nur ein paar davon nehmen Nur so viele wie man braucht. Ein Baum ist nämlich superempfindlich” schnell ein “Baum leer”. 

 

Und weil nicht nur die Zapfen lecker sind, sondern auch die Nadeln, steht der arme Baum bald ziemlich kahl da. Die Wurzeln sind im Übrigen auch echt lecker. Und dann wäre da ja noch der kalte Winter, an dem man den ein oder anderen Zweig für ein Feuer brauchen könnte …

Ich grinse die ganze Zeit von einem Ohr übers andere, weil Text und Bild einfach so unglaublich witzig sind. Meine Tochter mag das Buch, aber dieser Witz, der kommt bei 3 3/4 einfach noch nicht so ganz rüber. Aber ist doch auch mal ganz nett, wenn ich ein Buch habe, das ich bereitwillig das zehnte Mal hintereinander vorlese, weil ich es wieder und wieder lustig finde und nicht nur das Kind seine Präferenzen hat ^^

Ab vier ist es empfohlen, wir haben also noch ein bisschen Luft bis Madame es so richtig versteht. Und dann, dann lachen wir hoffentlich gemeinsam über das maßlose Eichhörnchen und den tragischen Baum. 

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